Als Palantir-Chef Alex Karp seine 22 Thesen zur Zukunft des Westens, zur Rolle des Silicon Valley und zur militärischen Bedeutung Künstlicher Intelligenz verbreiten ließ, war die Reaktion absehbar gespalten: Für Anhänger ist es ein Weckruf an eine selbstzufriedene Techbranche. Für Kritiker liest sich der Text wie ein politisches Manifest, in dem Konzernmacht, militärische Aufrüstung und kulturelle Überlegenheitsrhetorik ineinandergreifen. Die zentrale Frage lautet deshalb nicht nur, was Palantir fordert, sondern welche Machtordnung hinter dieser Sprache sichtbar…





