Friedrich Merz verlangt Respekt für demokratische Institutionen – doch seine eigene Sprache wirft die Frage auf, ob er der Würde des Kanzleramtes noch gerecht wird. Vor der Sachsen-Anhalt-Wahl warnte er vor „Wutbürgern“, nach dem AfD-Wahlsieg setzte er „Remigration“ mit „ethnischer Säuberung“ gleich. Der Kommentar argumentiert: Politische Härte ist legitim. Doch ein Bundeskanzler trägt besondere Verantwortung für Maß, Sprache und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Kein Zucker drin – aber die Steuer war schon mitgedacht. Ein internes Papier aus dem Bundesfinanzministerium wollte selbst Zero- und Light-Getränke mit Süssungsmitteln in eine neue Getränkeabgabe einbeziehen. Finanzminister Lars Klingbeil stoppte die Idee inzwischen ausdrücklich. Die politische Logik ist damit gerettet – die Satire nicht. Denn übrig bleibt die Frage, wie ausgerechnet eine Zuckersteuer auf Getränke ohne Zucker überhaupt bis in ein Ministeriumspapier gelangen konnte.

















